Der Betriebshof

Nachdem der Kirovets K-700A fertiggestellt war fehlte noch ein Diorama auf dem der Kirovets und andere Modelle präsentiert und fotografiert werden können.

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr waren wir beiden im Erzgebirge unterwegs, um uns einen „echten“ Kasimir anzuschauen. Auf dieser Fahrt reifte dann der Entschluss das Diorama im Stil einer alten LPG-Halle zu bauen. Nachdem wir uns einige Hallen angeschaut hatten, verwarfen wir die Idee mit der LPG-Halle allerdings wieder. Eine "normale" Halle/Haus sollte es aber doch sein. Was sollte das neue Diorama alles können?

Es sollte groß genug sein um auch größere Modelle und Gespannte präsentieren zu können. Dem wiederum sprach entgegen, dass sich große Dioramen nur schlecht transportieren lassen und sich deswegen meist schnell Transportschäden einstellen. Aus diesem Grund entschlossen wir uns das Diorama in (erst einmal) zwei Teilen aufzubauen. Die beiden Teile sind jeweils 50 cm x 50 cm groß. Zusammen gebaut kommt das Diorama also auf eine Größe von 50 cm x 100 cm. Ein Gebäude sollte auch vorhanden sein, damit die Maschinen nicht so alleine auf der Fläche stehen. Ein wenig nettes drumherum sollte auch vorhanden sein.

 

Das Gebäude

Das Gebäude wurde im Stil einer Kulisse alter Westernfilme aufgebaut. Es wurde nur die Fassade aufgestellt. Das "Gerippe" des Gebäudes wurde aus Sperrholzplatten erstellt. Die Wände sollten Geklinkert dargestellt werden. Die Frage war nun: Stein auf Stein oder gibt es eine andere Lösung. Lennart hat sich dann entschieden eine Gipsplatte zu erstellen, die Klinkersteine in den Gips zu ritzen, dann einen Silikonabguss an zu fertigen  und Die Gipsplatte dann in Resin ab zu gießen. Diese Klinker-Resin-Platten wurden dann passend zugeschnitten und an das Sperrholz gelebt. Anschließend wurden die Resin-Klinker in einem Rotton gestrichen.

Ein entsprechender Dachstuhl wurde dann noch errichtet. Das Gebäude hat zwei Schiebetore erhalten, die einen kleinen Innenraum verschließen. An diesen Toren hat Lennart die Haarspray- und Salztechnik angewendet um sie Altern zu lassen. An das Gebäude sind außen noch vier Flutlichtstrahler montiert um den Betriebshof zu erleuchten. In den Gehäusen der Flutlichtstrahler befinden sich SMD-LEDs. Für die Beleuchtung des Innenraums sind zwei weitere SMD-LEDs installiert. Diese geben ein warmes Licht ab. Die gesamte Beleuchtung kann entweder über ein 6-Volt Steckernetzteil oder ein 6 Volt Akku betrieben werden. Die Beleuchtung ist zusätzlich dimmbar. Zum Transport kann das Gebäude vom Diorama entfernt werden.

 

Der Hof

Der Hof besteht aus zwei Teilen. Ein Teil wurde mit Pflastersteinen ausgelegt. Diese Arbeit war recht mühsam und zeitintensiv. Da alles nicht so glatt und neu aussehen sollte, durften schon einige Ecken der Pflastersteine fehlen und auch Lücken im Pflaster vorhanden sein. Die Lücken wurden nach der kompletten Pflasterung mit einem Sand-/Staub-/Holzleimgemisch aufgefüllt. An den gepflasterten Bereich schließt sich eine Fläche, vor dem Gebäude, mit Betonplatten in der Größe 6 cm x 6 cm an.

An dieser Stelle besonderen Dank an Rocco Meyer (www.miniaturbeton.de), der uns diese Platten hergestellt hat.

Die Platten wurden so verlegt, dass die Trennkante zwischen den beiden Dioramateilen verdeckt wird. Die Fugen zwischen den Betonplatten wurden mit einem Spezialgemisch verfugt. Da der Betriebshof ja schon einiges an Stunden auf dem Buckel hat, mussten die Betonplatten auch noch entsprechende Gebrauchsspuren erhalten. Sie sehen nicht mehr glatt aus, Stücke aus den Platten fehlen, Löcher sind vorhanden usw.  In einigen Betonplatten stehen Pfützen mit Wasser.

 

Der Einfahrtsbereich

Die Einfahrt auf den Betriebshof wurde mit einem Schiebetor von Marian Homuth versehen. An beide Seiten des Tors schließt sich ein Maschendrahtzaun an, damit sich nicht jeder auf den Betriebshof schleichen kann. Vor dem Tor ist noch ein Stück Straße mit einem kleinen Stück Graben angedeutet.

Um die Lücke zwischen dem Gebäude und dem Zaun zu schließen wurde noch ein Baum "gepflanzt". Bei diesem Baum handelt es sich um um eine Birke.

 

Bei diesem Diorama handelt es sich um unser, bis jetzt, aufwendigstes Diorama. Zur Zeit sind die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Abhängig vom Baufortschritt werden wir den Bericht und die Fotos aktualisieren.

Ideen für die nächsten Dioramateile haben wir auch schon .....